Ausstellungsdauer: 29. April - 19. Juni 2021


Mit den Mitteln der Kunst thematisiert der syrische, in Berlin lebende Künstler Tammam Azzam die drängenden Fragen unserer Zeit wie Krieg, Gewalt, Migration, Zerstörung und Aufbau und findet dafür Bilder, die unmittelbar auf unsere Emotionen zielen und sich ins Gedächtnis einbrennen - zeitgenössische Bilder voller Emotionen, die von der heilenden Kraft der Kunst zeugen.

Die Ausstellung „Bilder ohne Namen“ prässntiert bildhafte Collagen aus bis zu 50.000 kleinen und kleinsten Papierschnipseln, die er zuvor meist selbst bemalt hat und in mehreren Schichten zu abstrahierten, mosaikartigen Darstellungen von Menschen, Gebäuden und Strukturen zusammenfügt, sowie Acrylgemälde, in denen der Künstler thematisch und formal das weiterführt, was er mit seinen Papiercollagen begonnen hat. 

Tammam Azzam wurde in Syrien geboren und verließ sein Heimatland 2011 mit Beginn des Bürgerkriegs. Bis 2016 lebte er in Dubai, seit 2016 in Deutschland und seit 2018 in Berlin. Sein Werk wird international gezeigt - neben Dubai, San Francisco und Berlin wurden seine Werke in Museen in Toronto, Chicago, Paris, New York und aktuell im Middle East Institute in Washington D.C. sowie auf merehren Biennalen ausgestellt. Vor allem im Nahen Osten, aber auch in den USA ist er in mehreren wichtigen Sammmlungen und Stiftungen vertreten. 

In diesen Tagen ist bei Hirmer in München die mehr als 200seitige Publikation Bilder ohne Namen zu zwanzig Jahren Leben und Werk des Künstlers erschienen, gestern Abend hatte der Film The Story Won’t Die von David Henry Gerson auf dem HotDocs Dokumentarfilm Festival in Toronto Premiere, der die Geschichte von Tammam Azzam und acht weiteren Künstler*innen erzählt, die Syrien verlassen haben und ins Exil gegangen sind.
Read more on the website