27

exhibition

Am Freitag, den 13.03.26 feiert die Galerie eine Midissage von 18 – 20 Uhr

Mit der Ausstellung von Erika Stürmer-Alex widmet die Galerie mutare einer der eigenständigsten Künstlerinnen ihrer Generation eine umfassende Präsentation. Vom 31. Januar bis 4. April 2026 werden Malerei, Grafik und Plastik gezeigt – Werke, die sich durch große formale Freiheit,
experimentelle Offenheit und eine unerschöpfliche Energie auszeichnen. Die Midissage findet im Rahmen des Charlottenwalks am Freitag, 13. März 2026, von 18 bis 20 Uhr statt.

Erika Stürmer-Alex (1938 in Wriezen/Oderbruch geboren) gehört zu jenen Künstlerinnen, deren Werk sich konsequent jenseits stilistischer Festlegungen entwickelt hat. Ihre künstlerische Energie, wie sie selbst sagt, bezieht sie direkt aus der Natur – aus Bewegung, Rhythmus, Verdichtung und Auflösung. Nach ihrem Studium an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee (1958–1963) begann sie zunächst unter dem Einfluss der klassischen Avantgarde mit einer expressiven, meist abstrakten Farbflächenmalerei. Bezugspunkte waren unter anderem Ernst Barlach, Max Beckmann, Wassily Kandinsky, Paul Klee, Henri Matisse, Joan Miró, Henry Moore und Pablo Picasso.
Ab den 1970er Jahren wandte sich Stürmer-Alex einer expressiven Figürlichkeit zu, die sich zunehmend zu einer chiffrenhaften, assoziationsreichen Formensprache verdichtete. Inspiriert von Strömungen wie dem Informel, dem Nouveau Réalisme sowie von Künstlern wie A. R. Penck, Nikide Saint Phalle und Cy Twombly entwickelte sie eine Bildwelt, die gleichermaßen spontan wie reflektiert erscheint. Theater, Literatur und Musik flossen dabei ebenso in ihre Arbeit ein wie gesellschaftliche Erfahrungen und persönliche Beobachtungen.
Ein zentraler Bestandteil ihres OEuvres sind die farbig gefassten Plastiken, Assemblagen und Installationen, die sie ab 1972 schuf. Stürmer-Alex arbeitete früh mit ungewöhnlichen Materialien wie Stoff, Styropor, Silikon, Karton und Sperrholz und erweiterte damit konsequent den klassischen
Skulpturbegriff. Bereits zu DDR-Zeiten realisierte sie Kunst-am-Bau-Projekte und Arbeiten im öffentlichen Raum. Parallel dazu widmete sie sich intensiv der Collage und der Druckgrafik sowie thematisch gebundenen Serien, unter anderem zu Musik und Literatur.

Ergänzend zur Ausstellung präsentiert der Kabinettraum Arbeiten von Caro Stark und Oskar
Manigk. Gezeigt werden Malerei und Keramiken, die einen spannungsreichen Dialog zwischen
Fläche, Körper und Raum eröffnen.

 

     

Rote Birne | Styropor beschichtet, Polyester, Lackfarben | 2021 

Cookie Consent mit Real Cookie Banner